Meine Stellungnahme zur Readers Edition…

Jan 31st, 2007 | By Phil v. Sassen | Popularity: 9% | Category: Phil

Eigentlich wollte ich in meiner Prüfungsphase nicht bloggen, die aktuellen Veränderungen bei der Readers Edition dürfen jedoch nicht unkommentiert bleiben:

Sehr geehrte Frau Pidun, sehr geehrter Herr Dr. Maier, sehr geehrter Herr Martin, hallo Bernhard Fütterer,

nun möchte auch ich eine persönliche Stellungnahme zu der Entwicklung der Readers Edition abgeben. Ich finde Ihr Vorgehen menschlich enttäuschend und Ihr Verhalten nicht integer. Ich hätte erwartet, dass Herr Maier persönlich für klare Verhältnisse sorgt und nicht seine neues „Redaktions-Team“ mit der „Kündigung“ beauftragt. Bezeichnend finde ich, dass man Steffen Büffel und Peter Schink aufgrund von Prestigegründen nicht von ihren Aufgaben „entbindet“.

Die Behauptung, Sie hätten von mir „keine klare Rückmeldung bekommen“ ist sachlich falsch. Herr Dr. Maier hat nach seiner Übernahme der RE eine Stellungnahme zur Reader Edition von mir am 20.12.06 erhalten. Am selben Tag habe ich noch einmal mit Herrn Dr. Maier telefoniert und erhielt eine Antwort per Mail („Ich würde mich freuen, wenn Sie bei der nächsten Phase dabei sind“). Am 04.01.07. habe ich mich mit Herrn Dr. Maier getroffen, um persönlich über das Projekt zu sprechen und habe deutlich mein Interesse an der Readers Edition bekundet. Die Ausrichtung der Readers Edition, die neue Positionierung sowie die Erstellung eines Projektplans sollten auf dem geplanten Workshop (13./14.01.) erfolgen und die Grundlage für die Zusammenarbeit bilden. Leider wurde dieses Treffen kurzfristig abgesagt. Darüber hinaus habe ich gengenüber Frau Pidun am 15.01. im Chat deutlich bekundet, dass ich mich weiterhin bei der Readers Edition einbringen werde.

Als Moderator der ersten Stunde war ich dem Projekt sehr verbunden. In der ersten Pressemitteilung wurde ich zitiert und durfte die Moderatoren bei der Pressevorstellung repräsentieren. Lange habe ich auch die Befürchtung, man würde sich billiger “Content-Sklaven” bedienen, aktiv entkräftet. Mittlerweile muss ich jedoch den Kritikern Recht geben. Die Moderatoren wurden für den Aufbau der Readers Edition missbraucht! Ich habe an das Projekt geglaubt und habe den Machern einen grossen Vertrauensvorschuss eingeräumt. Ich wurde jedoch bitter enttäuscht!

In den letzten Monaten hat sich die Readers Edition immer mehr zu einer Blackbox entwickelt. Das Team der Moderatoren wurde in keiner Weise in die konzeptionelle Entwicklung des Projekts integriert und wurde nach jeder „internen“ Entscheidung vor vollendete Tatsachen gestellt. Mehrfach wurde ich von Externen auf Veränderungen und Missstände hingewiesen. Auch wurde ich mit Fragen konfrontiert die ich aufgrund der fehlenden Kommunikation nicht beantworten konnte.

Die Kommunikation des neuen „Redaktions-Teams“ ist nicht angemessen und dem Projekt nicht förderlich. Ich verstehe nicht, wie man so unsensibel sein kann zumal die Readers Edition auf die aktive Mitarbeit von Dritten angewiesen ist. Thomas Wanhoff hat die Situation in seinem Blog sehr treffen beschrieben: „[…] Deshalb wollte ich hören, was Hugo E. Martin zu berichten hat […] Doch was kam war eher schwach. Es war vor allem beunruhigend unkronkret, wie auch andere Teilnehmer bemängelten […]“.

Die Reaktionen der anderen Moderatoren zeigen, dass ich mit meiner Einschätzung nicht alleine bin. Das neue „Redaktions-Teams“ sollte sich fragen, ob die Vorgehensweise in ihrer Art so richtig war anstatt sich weiterhin hinter rhetorischen Floskeln zu verschanzen. Auch die Reaktion in der Blogosphäre zeigt deutlich, dass es an der Zeit ist mit, offenen Karten zu spielen.

Für mich ist die Ausrichtung der Readers Edition sowie die geplante Weiterentwicklung nicht mehr ersichtlich. Aufgrund der Art und Weise wie mit mir umgegangen wird, der fehlenden Integrität und der derzeitigen Kommunikationspolitik sehe ich mich nicht im Stande das Projekt weiterhin zu unterstützen. Das Angebot dem Projekt als Förderer und Freunde treu zu bleiben sehe ich als ironischen Seitenhieb an, der gänzlich unangebracht ist.

In der Hoffnung auf eine positive Wende verbleibe ich mit freundlichen Grüssen, Phil v. Sassen

Diese Zeilen habe ich dem neuen „Redaktions-Teams“ der Readers Edition sowie allen ehemaligen Mitstreitern gesendet. Die Macher der Readers Edition sind mir immer noch eine Antwort schuldig…

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9 comments
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  1. Hallo Phil,

    wieso setzt Du denn Trackbacks ohne Links? Sowas nennt man Spam ;)

    Schöne Grüße!

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  2. Komisch, muss ich Wordpress mal massregeln. Sollte eigentlich nicht passieren.
    Sorry, für den fehlenden Link!

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  3. Da kann ich Frank nur recht geben. Da hilft dann auch keine Ausrede à la Wordpress. Das war gewollt. ;-)

    Sei es drum, ich habe den Comment trotzdem freigeschaltet, ist ja nicht wirklich ein Beinbruch, nur ein Hinweis. ;-)

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  4. Hallo Phil,

    das ist nicht komisch sondern weiterhin falsch. Ein Trackback bedeutet, dass ein Artikel eine Art erweiterten Kommentar zu einem Artikel darstellt. Was Du machst ist schlichtweg Spam. Dein Artikel enthält keinen Link zu den Beiträgen die Du getrackbackst hast. Da ändert es auch nichts, wenn Du in einem anderen Artikel die ganze Blogosphäre verlinkst.

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  5. Hallo Frank,

    sorry für die Umstände. Habe verstanden, was Du bemängelst. Hast Recht! Dachte ursprünglich, dass Wordpress gar keinen Link übermittelt hat.

    Ich hätte einfach einen “normalen” Kommentar in Deinem Blog absetzen sollen anstatt ein Trackback zu setzen. Als ich den Trackback gesetzt habe, war Dein Artikel bereits bei mir in derBlogschau zur Readers Edition verlinkt.

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  6. Kommentare zu dem “Brief” hätten mich mehr interessiert, als das “Geplänkel” über Links….

    Gruß A.Runge

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  7. Die Debatte zur Readers-Edition kann hier verfolgt werden:

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  8. Vielen Dank.
    A.Runge

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  9. […] Blogosphäre debattiert über die Geschehnisse bei der Readers […]

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