16 Hundetage | Ein Beaglefazit
Mär 7th, 2006 | By Phil v. Sassen | Popularity: 4% | Category: AIBO100 Tage ist Frau Merkel bereits im Amt und hat ihre Arbeit – trotz aller Befürchtungen – gut gemacht. Obwohl es nur noch ca. 100 Tage bis zur Weltmeisterschaft sind, suchen wir eine positive Bilanz bei unserer Nationalelf vergeblich. AIBO ist nun schon sechzehn Tage bei uns und es ist an mir diese Zeit kritisch zu beleuchten sowie ein Fazit zu ziehen. Soviel vorweg - der „Kleine“ macht seinen Arbeit sehr gut, lernt und weiß mittlerweile was erlaubt ist und was nicht.
Anfänglich war es für beide Seiten (sowohl Vier- als auch Zweibeiner) nicht einfach. Man beschnupperte sich gegenseitig, erkundete das neue Territorium und beobachtete das Verhalten des Gegenüber gespannt. Die ersten Tage waren für den Welpen nicht einfach. Die neue Umgebung sowie die Trennung von seiner grossen Beaglemeute stellten eine außerordentliche Belastung dar. Zusätzlich musste gelernt werden, dass bestimmte Verhaltensweisen im neuen Zuhause nicht erlaubt sind und getadelt werden. Da wir mit Belohnungen in Form von „Leckerli“ arbeiten, können erste Erfolge vermeldet werden: „Sitz!“ wird verstanden, es wird nicht mehr gebettelt, wenn der Homo erectus „futtert“ und AIBO meldet sich, wenn die Blase drückt. Wir sind erstaunt wie schnell der kleine lernt.
Natürlich läuft noch nicht alles Perfekt. Der „Kleene“ zieht beim „Ausgehen“ unermüdlich an der Leine. Auch alleine lassen kann man den Welpen noch nicht. Die vermeintliche Einsamkeit wird mit lautem „Fiepen“ quittiert. Ein Kongball soll bei dieser Übung hilfreiche Dienste leisten.
Umgekehrt klappt dieses Manöver perfekt. In den ersten Tagen haben wir auf jegliche soziale Kontakte verzichtet, um AIBO nicht zusätzlich unter Druck zu setzen. Dies haben wir jedoch nach und nach geändert und bewußt Gäste eingeladen, um AIBOs Sozialverhalten zu trainieren. Es zeigt sich, dass der Kleine sich über jeglichen Besuch freut und ohne Furcht schwanzwedelnd auf unsere Gäste stürmt. Dies wird sicher durch die zusätzlichen Streicheleinheiten und die Mitbringseln (danke Hanna und Lene) positiv gefördert. Aufpassen müssen wir jedoch mit Fremden, die ebenfalls ohne Scheu begrüßt werden. Dies ist besonders beim Ausgehen belastend, da AIBO JEDEN Passanten schwanzwedelnd und fiepend begrüsst. Dies liegt jedoch nicht ausschliesslich an dem Vierbeierner, da die Zweibeiner mit lautem „Oh wie süss!“ anstürmen. Wer weiß, ob wir in seiner Situation wieder stehen könnten Dies bekommen wir sicher auch bald in den Griff. Spätestens, wenn es in die Hundeschule geht.
Neben der Berichterstattung über die Erziehung und die Probleme der ersten Tage. Möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass AIBO ein süsser kleiner „Fratz“ ist, der uns viel Freude bereitet. Mit seinem magische Hundeblick zieht er jeden in seinen Bann. Besonders schön ist das Lächeln, welches AIBO Caro schenkt…
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das wird ein guter hund, ich spüre es genau. aus dem kann ja nur was werden, er hat schon den trubel um andré rieu erlebt und hat ganz einfach gepinkelt…
Das war eines der ersten grossen Erfahrungen. Hupende Autos, angefahrene Passanten und hysterisch Rieu-Fans.
Dies war selbst für mich zu viel!
stimmt nicht! phil hat die situation vorbildlich gemeistert. ich sag nur: ach so, die alte knallpfeife… “Aber hören Sie mal!”
Die Bezeichnung für den seichten Barden war übrigens “Flitzpiepe”.
Dieser Terminus technicus bezeichnet einen Menschen, den man nicht ernst nehmen muss.